Tipps für Sammler

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Tipps für Sammler

Beitrag von Ute am Mo 14 Aug 2017 - 21:03

Die Mitglieder dieses Forums haben für Sammler folgende Tipps ausgearbeitet.
Vielleicht sind diese hilfreich. Braue


Beim Kauf eines Reborns sollte man folgendes beachten:

Die Kunst des Rebornens erfreut sich wachsender Beliebtheit.
Durch immer mehr Anbieter von Rebornzubehör gibt es mittlerweile eine
Vielzahl von Angeboten auf den verschiedenen Verkaufsplattformen.
Die angebotenen Puppen sind nicht selten sehr nachlässig und mit minderwertigen Materialien gearbeitet.

Hier ein paar Tipps, um vor Fehlkäufen zu schützen:

1. Fotos:
Achte auf Detailfotos!
Sind Rooting/Painting, Nägelchen und Augen aus der Nähe zu sehen?
Trägt das Baby immer einen Schnuller?
Ist der Mund nie aus der Nähe zu sehen?
Bitte den Anbieter in solchen Fällen, Detailfotos zuzusenden, bevor du dich entscheidest. Ein seriöser Verkäufer wird dies gerne tun.

Achte auf den Fotos auf Folgendes:
- Die Augen müssen richtig in der Augenhöhle anliegen, ohne sichtbaren Spalt. Es dürfen keine Klebereste sichtbar sein.

- Die Wimpern müssen sauber und ordentlich – ebenfalls ohne Klebereste - fixiert sein. Gerootete Wimpern müssen gleichmäßig dicht und mit einem leichten Schwung nach oben stehen.

- Die Nagelspitzen sollten durch saubere, zarte Linien dargestellt werden und nicht durch dicke, schneeweiße und/oder unregelmäßige Linien.

- Die Färbung sollte einer möglichst realen Hautfärbung entsprechen (Real-Skin-
Technik). Sie sollte Farbeffekte enthalten, die der natürlichen Babyhaut entsprechen (Rötungen, zarte Äderchen).

- Gemalte oder gerootete Augenbrauen sollten sowohl auf die Haarfarbe wie auch auf die Modellierung abgestimmt sein. Gezeichnete Augenbrauen müssen feine, leicht geschwungene Linien enthalten.

- Das Vinyl sollte nicht zu stark glänzen!

- Die Puppe sollte in den Proportionen stimmig sein und auf den Fotos auch im Ganzen abgebildet sein.

- Das Rooting muss trocken und nicht nur nass fotografiert sein. Es sollte aus verschiedenen Perspektiven gezeigt werden (Schläfen, Wirbel, HInterkopf).
Die Qualität des Mohairs ist sehr wichtig. Minderwertiges Mohair sieht strohig aus und hat keinen Glanz.

2. Die Beschreibung:
Fragen schützen vor Enttäuschung!

I. Mit welchen Farben und in welcher Technik wurde das Baby gefärbt?
Die Farben sollten permanent haltbar, ungiftig und wischfest sein.
Man unterscheidet hier hauptsächlich zwischen 2 Färbearten:

a. Acrylfarben

b. Genesisfarben, welche in einem Ofen getrocknet werden müssen.

II. Welches Haar wurde verwendet und wie wurde es verarbeitet?
Ganz zarter Babyflaum wird mit Alpaka erzielt, ist jedoch nicht für jedes Vinyl geeignet.
Bevorzugt wird meist das Mohair der Mohairziege und dort die erste oder zweite Schur, weil es dem feinen Babyhaar am ehesten gleicht.
Dickeres Haar bedeutet nicht mindere Qualität. Es heißt lediglich, dass es von einem älteren Tier stammt.
Entscheidend ist die Verarbeitung des Haares selber (denn auch dieses hat eine Wuchsrichtung), dazu die Verwendung bestimmter Nadeln um ein schönes Rooting zu erzielen, sowie verschiedene Rootingtechniken (z.B. Schlingentechnik, Endhaarrooting).

Wird in der Beschreibung von einem Macrorooting gesprochen, so dürfen mehrere Haare verarbeitet werden.
Bei einem Microrooting, dürfen pro Follikel nur 1 bis 3 Haare und
beim Monorooting sind es dann nur 1 Haar pro Einstich. Wobei dann aber auch nur 1 Haarende herausschauen darf.

Lassen Sie sich auf jeden Fall eine Nahaufnahme der Einstichstellen zeigen.


III. Welchen Körper hat das Baby und womit wurde er gefüllt?
Die meisten Babys erhalten einen speziell gefertigten Stoffkörper mit
Scheibengelenken, wodurch sie gut positioniert werden können.

Füllmaterialien:
Vinylgranulat
Softgranulat
Mineralgranulat (Vorsicht beim Export ins Ausland)
Glasgranulat
Füllwatte

Bei einem 50 cm großen Baby wäre ein Gewicht von ca. 1800-2500 Gramm ideal.
Die Vinylteile dürfen nicht mit Softgranulat (Babyspeck) gefüllt sein. Die Materialien reagieren miteinander und das Vinyl wird letztendlich zerstört. Im Stoffkörper ist Babyspeck unbedenklich.



3. Rücknahme
Papier ist geduldig!
Und Dank exzellenter Fotobearbeitungsprogramme ist auch bei wunderschönen Fotos immer noch ein Risiko vorhanden, ein minderwertiges Baby zu erwerben. Ein seriöser Verkäufer ist bereit, die Puppe bei Nichtgefallen oder Mängeln in einer gewissen Frist zurückzunehmen. Sollte also kein Rückgaberecht vermerkt sein, dann frag nach und lass es dir für einen kurzen Zeitraum auch bei Privatverkäufern schriftlich einräumen.

4. Der Preis
Qualität hat ihren Preis!

Damit so ein lebensechtes Reborn-Baby entstehen kann, bedarf es hochwertiger Materialien, die je nach Bausatz zwischen 150 und 250 Euro kosten.

Allein das Färben eines Rebornbabys dauert 10 - 12 Arbeitsstunden, Übung vorausgesetzt. Dann ist es aber immer noch nicht gerootet – sprich, es hat noch keine Haare! Würden wir aber jetzt schon Arbeitslohn hinzurechnen, kommen wir schnell auf eine Summe über 400 € und darüber hinaus. Und dann ist das Reborn nicht einmal ausgestattet. Darauf legen wir Sammler ja auch besonderen Wert.

Es gibt natürlich in Sammlerkreisen heiß begehrte Rebornerinnen.
Hier bestimmt die Nachfrage den Preis. Die Grenzen nach oben sind offen.

Wenn du auf einer Auktionsplattform ein gutgemachtes Baby unter 250 EUR ersteigerst, kannst du sicher sein, dass der Verkäufer dadurch nicht einmal seine Ausgaben decken kann. Oder es ist vielleicht ein Sammlerverkauf!

Vor allem gilt -
Schön ist, was gefällt!
Und Gott sei Dank, haben wir alle einen anderen Geschmack.
Die eine Sammlerin findet dichtes Haar schön, die andere nur ganz zart gerootetes. Manche mögen etwas ältere Babys und wieder andere nur die
Neugeborenen.
Aber das genau macht eigentlich unser schönes Hobby aus. Blume
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